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Bund akademischer Kommentverbindungen

Die Gründung des Blockes geht auf das Jahr 1919 zurück. Damals taten sich die akademischen Verbindungen Turicia, Rauracia, Burgundia, Alemannia und Kyburger lose zusammen. Diese lose Vereinigung entstand als Gegenbewegung zur Reform. Man stritt mit der Reform unter anderem um Themen wie doppelter BV, Trinkzwang oder das Engagement, das von einer StV-Verbindung verlangt werden müsse. Die Hauptaufgabe des Blockes bestand aber in der Einflussnahme auf CP/CC-Wahlen.

 



Als man sich im Jahre 1936 heftig um die Wahl eines CP stritt, löste sich der Block stillschweigend auf. Schon bald aber wurden Anstrengungen zu seiner Neugründung unternommen. 1941 konnte der neue Block aus der Taufe gehoben werden. Man gab ihm den Namen „Bund akademischer Kommentverbindungen des StV". Die Bezeichnung „Block" blieb aber die geläufigere. Auch der Hauptzweck, nämlich die Einflussnahme auf die CP/CC-Wahlen, blieb erhalten. Eine bedeutende Neuerung stellte die Einführung des Stimmzwanges dar. Diese Institution gab bis in die heutigen Tage innerhalb und ausserhalb des Blockes zu Diskussionen Anlass. Die Stärke des Blocks liegt aber nicht im formellen Stimmzwang als solchem, sondern in der festen gemeinsamen Überzeugung, die in ihm zum Ausdruck kommt.

Eine Erschütterung erlebte der Block durch den Austritt der AV Turicia (1951). Es ging in diesem Zusammenhang um einen ehemaligen Neu-Romanen, der aus der Turicia ausgetreten war, und in Bern weiterstudierte. Die Burgunder wollten ihn aus statutarischen Gründen nicht aufnehmen, worauf dieser wiederum der Neu-Romania beitrat. Darüber und wegen der Nichtbefolgung eines Blockbeschlusses bereffend einer CP-Kandidatur entzweite man sich, worauf die Turicia austrat.

1961 wurde mit den neuen Statuten das Amt des Bundesobmannes geschaffen. Bisher war der jeweilige Senior der vorsitzenden Verbindung Präsident.

Mit der 68er-Bewegung wurden Hochschulpolitik und politische Bildung zum Aktionsfeld des Blocks und des StV. Die KBP geht z.B. auf eine Idee aus dem Block zurück. Mehr und mehr ging der Block aus der oft geübten Defensive in die Offensive über. Die Stärkung der historischen Stellung und die Aktivierung des StV traten wieder in den Mittelpunkt. Um die Pflege der „amicitia" auszubauen, schuf man 1969 das Blockfest in Willisau, welches alle 5 Jahre stattfand. 1986 trat die Turicia wieder in den Block ein. Aufgrund ihres Austritts wird sie jedoch im Blockalphabet (Gründungsjahre der Mitgliederverbindungen) am Schluss aufgeführt.

Die Aufnahme von Frauen in den StV (1968) ist eine Tatsache, mit der der Block heute leben kann, obgleich eine solch gravierende Veränderung für den traditionsreichen Bund akademischer Kommentverbindungen selbst nie in Frage kam und kommen wird.