Die Liebe zum gepflegten Fussball mag mitspielen. Ausschlaggebend ist sie nicht. Sonst würden wir nicht unsere Lieblingsclubs - den FC Luzern, den FC Zürich oder den FC St. Gallen - seit Kindsbeinen unterstützen. Und vor allem würden wir nicht in bedenklicher Regelmässigkeit und ausgedehnten Fan-Reisen einem schottischen Premier-League-Club, Celtic Glasgow, die Ehre erweisen. Oder dem schottischen Erstdivisionär Airdrie. Oder gar dem schottischen Zweitdivisionär Brechin City.
Vielleicht ist es die löbliche Freude an fernen Ländern und fremden Leuten, die uns antreibt, im grün-weiss-gestreiften Shirt Städte und Stadien aufzusuchen: in Glasgow, Dundee, Dublin, Edinburgh, Stuttgart, München, Hoffenheim und und und. Vielleicht ist es die leise Hoffnung, dass Reisen bildet. Da bleibt anzumerken: Noch haben wir bei weitem nicht ausgelernt.
Also weiterhin auf zu neuen Destinationen, zu noch unbekannten Lokalbieren, zu Molotov-Jasspartien und interessanten Kontakten mit Einheimischen. So nebenbei werden wir, die fünf bis sieben Schlachtenbummler, auf jeder Reise zwei Halbzeiten für ein Fussballspiel abzwacken können. Hauptsache, die dritte Halbzeit stimmt.